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Die sieben Sünden im Radtrainingslager

Gerade für Triathleten nicht leicht: plötzlich in der Gruppe, plötzlich mit einem Schwarm anderer Radfahrer unterwegs, der einem fast unangenehm auf die Pelle rückt. Jetzt nur nichts falsch machen, sich nur nicht blamieren. So vermeiden Sie typische Anfänger-Fehler.


Hier klicken um 4 Bilder zu sehen

Sieben Todsünden beim Ausfahren mit der Gruppe im Trainingslager haben wir zusammengetragen – und sagen natürlich auch, wie man diese Fehler beim Rennradfahren vermeidet. Es geht los:

Sünde 1: Gruppenzeichen nicht kennen
Halt, langsam, rechts, links – Rennradler verständigen sich mit knappen Handzeichen in der Gruppe. Und die sind enorm wichtig! Sie weisen auf Hindernisse hin und steuern die Fahrt. Wichtige Regel: Jedes Handzeichen muss der Radfahrer SOFORT weitergeben. Um das zu ermöglichen, muss der Gruppenleiter auch rechtzeitig genug die Handzeichen anzeigen – nicht erst beim Hindernis, sondern davor.

Wenn sie links auf die Bilder klicken, erfahren Sie die wichtigsten Handzeichen beim Gruppenfahren mit dem Rennrad. Das Anzeigen von Links- und Rechts-Abbiegen haben wir allerdings nicht fotografiert - es funktioniert wie im Straßenverkehr üblich.

Sünde 2: Den Rhythmus brechen

Eine gute Gruppe lebt vom Fluss, von einer gemeinsamen Geschwindigkeit. Jeder muss dem Fahrer vor sich vertrauen, jeder Rennradler muss das Tempo so wählen, dass der Hintermann nicht zu Bremsaktionen gezwungen wird. Ärgerlich wenn da einer den Gruppenrhythmus bricht.
Ein Fehler: Statt einen gleichmäßigen Tritt anzuschlagen, kurbelt der Radfahrer schnell, fährt dicht auf den Vordermann auf, hört wieder auf mit dem Treten, kurbelt dann wieder… Der Radfahrer dahinter wird derweil wahnsinnig, die ganze Gruppe kommt dank Ziehharmonika Effekt aus dem Tritt. Genauso verhält es sich übrigens mit häufigem Wechseln in den Wiegetritt.
Es gilt: schlagen sie möglichst ein fließendes Tempo an, halten Sie die Abstände zum Vordermann möglichst gleich.

Sünde 3: Kurven nicht sicher fahren
Ob flach daheim in Deutschland oder auf Mallorca in den Bergen: In Kurven muss der Rennradler konzentriert sein. Hier die wichtigsten Kurven-Regeln zum Anklicken:

Sünde 4: Kettengeräusch beim Schalten

Klack, Klank – wenn die Kette so laut knackt beim Schalten, ist entweder etwas falsch eingestellt, oder sie sollten diesen Tipp hier beherzigen.

Sünde 5: Kette verlieren
Das passiert einfach ab und zu: Die Kette fällt vom Blatt. Jetzt ruhig Blut: Erstmal weiter rollen. Ein schneller Blick: Ist die Kette nach innen gefallen, Richtung Tretlager? Gut! Meistens tut sie das. Können Sie noch Treten? Ja? Fantastisch! Dann treten Sie jetzt einfach langsam weiter und schalten sie dabei die Gänge für die vorderen Blätter nach oben. Oft hebt das die Kette von selbst wieder auf die Zähne.
Klappt das allerdings nicht, oder ist die Kette nach außen gefallen, müssen Sie absteigen und sich die Finger schmutzig machen.

Sünde 6: Den Schlauch nicht wechseln können
Manchmal steckt der Wurm drin: Da platzt einem pro Ausfahrt mehrfach der Schlauch. Und dann kommen wieder Monate ohne Platzer. Dennoch: Es gehört zum Grundwissen des Rennradfahrers seinen Schlauch wechseln zu können. Wie das geht, erfahren Sie in einem Video hier.

Sünde 7: Schnellspanner falsch einstellen
Soll man nicht machen weil… klick mich an.

Haben wir eine Sünde vergessen? Oder fällt Ihnen noch etwas Spannendes zum Thema ein? Nur zu: Über die Kommentar-Funktion können Sie jederzeit eine Nachricht hinterlassen.

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Coffeeholicschrieb am March 1, 2011

Niemals abrupt in die Bremsen greifen, z.B. weil man gerade am geplanten Abzweig vorbeigefahren ist oder man einen Defekt hat. Die Hintermänner und -frauen sitzen einem sonst direkt im Hinterrad. Ebenfalls ein no-go: Fahren in der Aeroposition! Sieht man leider immer wieder...


hermann hagedornschrieb am July 11, 2010

der umwerfer kann auch helfen, wenn die kette nach außen abgeworfen wurde...nur die ruhe bewahren ... und den umwerfer in die andere richtung bedienen.

viel erfolg


NDschrieb am May 3, 2008

Keine "Frontarbeit" leisten wollen; seinen Hintermann anspucken; beim Trinken aus dem Rhythmus kommen; nicht auf das schwächste Mitglied der Gruppe warten (Tempo richtet sich nach dem schwächsten Mitglied!); seinen Müll (Riegel-, Gelverpackungen) auf die Straße oder in die Botanik werfen (gilt nicht nur für Gruppenfahrten); Unpünktlichkeit am Treffpunkt; ... mir fällt sicherlich noch mehr ein ;-)) ... Gruss. ND

 
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