Schwarz, Rot, Gelb - nein, wir sprechen nicht von der deutschen Fahne, sondern vom möglichen Strafkarten, die sich der Triathlet bei Zuwiderhandlungen gegen Regeln einhandelt. Besser man kennt die neuesten Bestimmungen der DTU.
Irgendwann bekommt fast jeder Triathlet mal die gelbe Karte - ist auch nicht schlimm, solange er den vom Wettkampfrichter bemängelten Umstand schnell beseitigt und sich nicht noch zwei weitere Karten einfängt.
Doch oft ist sich der Athlet gar nicht bewusst, dass er gegen eine Regel verstoßen hat. Wer liest sich schon die gesamte Sportordnung durch?
Wir haben es getan und stellen Fallen und Neuerungen vor. Grundsätzlich Regeln, die Sie kennen sollten, finden Sie im Artikel Regel-Verstöße beim Triathlon.
Neue Regeln, Ergänzungen, Änderungen
Der Helm ist beim Einchecken zu tragen. Soweit ist das klar. Eine neue Regel allerdings macht nun Vorschriften, wie der Helm in der Wechselzone abzulegen ist: Der muss sich nämlich mit geöffnetem Kinnriemen am Rennad befinden.
Auch beim Windschattenfahren hat sich etwas getan. Letztes Jahr war es noch klar in der Sportordnung geregelt, dass das sogenannte Drafting bei engen Kurven, starken Steigungen und starken Gefällen erlaubt ist. Dieser Passus ist gestrichen. Solche Ausnahmen werden künftig in der Ausschreibung oder in der Wettkampfbesprechung festgelegt. Nur 500 Meter hinter oder vor der Wechselzone und an Verpflegungsstellen hebt die Sportordnung der DTU die Windschatten-Regel auf.
Sowohl beim Radfahren, als auch beim Laufen waren bereits letztes Jahr MP3-Player und Handys verboten. Hier wird die Regel jetzt klarer: Das Benutzen dieser Geräte ist nicht erlaubt. Hat den Vorteil, dass der Triathlet sein Handy mitführen darf, falls er nach Abbruch eines Wettkampfs jemanden benachrichtigen möchte.
Eine Neuerung beim Radfahren und Laufen bringt Erleichterung für Hobby-Triathleten. War es letztes Jahr allgemein verboten, einen vorne liegenden Reißverschluss am Triathlon-Anzug mehr als 15 Zentimeter zu öffnen, gilt diese Regel jetzt nur noch bei internationalen Veranstaltungen und innerhalb der Deutschen Triathlon Liga. Was allerdings als internationale Veranstaltung gilt, bleibt hier offen. Am besten man fragt vor Ort nach.
Alte Fallen
Ist mir neulich passiert: Probehalber setze ich mich in der Wechselzone - auf das Rad und rolle einige Meter. Ich wollte testen, ob der Strohhalm der Trinkflasche nicht im Gesicht hängt. Gelb! Fahren in der Wechselzone ist verboten!
Und auch zu viel Material sollte man nicht an das Rad legen, falls es eine extra eingerichtete Tütenablage für Wechselbeutel gibt. Ist das nämlich der Fall, dürfen sich am Rennrad nur Helm, Brille, Startnummer und Schuhe befinden. Handschuhe, Buff, Ernährung, etc sind dann dort nicht erlaubt.
Apropos Ernährung: Mitgeführte Behälter für Getränke oder Nahrungsmittel müssen aus unzerbrechlichem Material sein - eine Wasserflasche aus Glas ist also nicht erlaubt. Ist eh zu schwer ...
Kleine Randnotiz: Die Vorderräder des Rennrads müssen gespeicht sein - Scheibe vorne und hinten wäre also nicht erlaubt. Macht aber sowieso keiner.
Wichtig bei der Startnummer, die am Rad aufgeklebt ist: Sie muss von links gut zu lesen sein - klar: Die Wettkampfrichter kommen selten von der rechten Seite. Also vor dem Start überprüfen.
Schließlich noch das Thema Umweltschutz: Packungen von Gels sollten nicht einfach weggeworfen werden (auch wenn es viele Triathleten tun). In der Sportordnung heißt es dazu: "Unvermeidbarer Abfall muss an den dafür vorgesehenen Stellen entsorgt werden. Sind derartige Stellen nicht eingerichtet, ist der Teilnehmer angehalten Eigenentsorgung zu praktizieren." Und das ist auch gut so.
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