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Irrtümer

Die größten Fehler beim Halbmarathon oder Marathon

Ob 42,2 oder 21,1 Kilometer - beide Distanzen sind so lang, dass man sie nicht eben herunterlaufen kann. Ein Sportwissenschaftler nennt vier Fehler beim Rennen oder in der Vorbereitung

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: - (Foto: ©iStock.com/bytepark)

Robert Chapman ist Direktor des Human Performance Laboratory der Indiana University’s School of Health, Physical Education and Recreation und Trainer eines Laufteams. Auf der Webseite Newswise erklärt er, welche typischen Missverständnisse er bei Athleten sieht, die sich auf einen langen Lauf-Wettkampf vorbereiten.

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Triathlon-Tipps.de hat aus dem Ursprungstext eine freie Übersetzung seiner Analyse und Ratschläge abgeleitet.

Fehler 1: Den wöchentlichen langen Lauf ignorieren

Der Körper des Athleten braucht den langen Trainingslauf, um wichtige Anpassungen zu meistern:

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  • Der Glycongenspeicher wird vergrößert. Untrainierten steht dieser Treibstoff normalerweise nur zwei bis drei Stunden zur Verfügung – und das auch nur bei moderater Betätigung.
  • Die Gewöhnung an die Belastungen für den Stützapperat – Sehnen, Bänder, Muskeln müssen an die lange Distanz herangeführt werden.
  • Mentale Stärkung – auch der Kopf muss sich an die lange Distanz und die lange Belastung gewöhnen.

Fehler 2: Bei der Wettkampfwahl nicht ans Wetter denken

Dabei geht es gar nicht so sehr um das Wetter während des Halbmarathons oder des Marathons, sondern eher um das während der Trainingszeit.

Sucht sich der Athlet zum Beispiel einen Frühjahrs-Marathon aus, liegt die meiste Zeit seines Trainings im Winter – logisch. Er hat dann mit Schnee und tiefen Temperaturen zu tun, mit viel Dunkelheit und Eis. Wer also nicht gerade gerne sehr früh trainiert, oder eine Laufstrecke mit Licht hat, kommt da vielleicht zu wenig zum Formaufbau. Bei Herbstmarathons dagegen trainiert man viel im Sommer – Hitze, Durst, Biergarten …

Also: Wetter und Umstände während der Trainingsphase einkalkulieren

Fehler 3: Wettkampfroutine nicht trainieren

Wenn man beim Rennen merkt, dass die neue Hose alles aufscheuert, dann hat man sich mit der Wettkampfroutine zu wenig auseinandergesetzt. Es gilt vorher zu klären:

  • Bin ich es gewohnt, früh aufzustehen und zu starten?
  • Hab ich meine Schuhe/Kleidung bei langen Läufen auf Komfort getestet?
  • Weiß ich, welches Essen ich vor und während des Wettkampfes vertrage?
  • Welche Sportgetränke vertrage ich?
  • Habe ich Logistik, Anfahrt, Unterkunft bedacht?

Das Meiste lässt sich im Trainingsalltag simulieren – und das sollte man auch tun.

Fehler 4: Zu schnell loslaufen

Und man tut es eben doch immer wieder: Nach dem Startschuss losbolzen. Erstmal die lahmen Enten überholen. Vielleicht aber ist der negative Split das Richtige? Negativer Split bedeutet, dass die erste Hälfte langsamer angegangen wird, als die zweite.

Jeder Läufer sollte sich also über sein mögliches Durchschnittstempo vorher (testen!) im klaren sein. Für viele lohnt es sich, das Rennen eher konservativ anzugehen: Langsam starten, zweite Hälfte schneller.

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Kennst Du weitere Fehler?

Nur vier Fehler? Es gibt sicher weitere. Berichte uns von Deine Erfahrungen über die Kommentarfunktion unterhalb des Artikels.

Eine Antwort zu “Die größten Fehler beim Halbmarathon oder Marathon”

  1. kerthi

    Zu spät zum Start kommen und damit ganz hinten starten müssen. Wenn es keine fixen Startzonen gibt, kann das nervig sein und den ganzen Lauf ruinieren. Man ist auf den ersten Kilometern nur damit beschäftigt langsamere Läufer zu überholen, was den Rhythmus bricht.

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