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Die Wettkampf-Distanzen beim Triathlon

Im Triathlon messen sich die Wettkämpfer auf ganz unterschiedlichen Strecken. Von kurz und schmerzvoll bis lang und quälend. Hier ein Überblick über die Distanzen

Distanzen
Distanzen: Ein verwirrende Zahl an Streckenlängen gibt es im Triathlon - (Foto: © Stefan Schurr - Fotolia.com)

Eine typische Frage, die von Laien kommt, wenn man sagt, dass man Triathlon macht, lautet: „den richtigen?“ Mit „dem richtigen“ ist meist die Langdistanz gemeint, im Volksmund „Ironman“. Aber: Der Spruch vom „richtigen“ Triathlon ist in etwa so intelligent, wie einen 10.000 Meter-Läufer damit aufzuziehen, dass er keinen Marathon läuft.

Jeder Triathlon ist eine ausgewachsene Ausdauerleistung. Jeder. Der Sprint verlangt logischerweise mehr Tempoarbeit. Der Ironman ein Plus an Ausdauer. Es sind ganz unterschiedliche Leistungen, doch selbst eine Volksdistanz dauert schon um eine Stunde und gehört damit zu den Ausdauerwettkämpfen. Auch wenn der Ironman aufgrund der extremen Länge sicher eine besondere Veranstaltung ist, darf das die Leistung auf einer kürzeren Distanz nicht schmälern. Bei einer Sprintdistanz ist der Schmerz nur eben anders.

Hier soll das Wirrwarr um die Distanzen etwas erklärt werden. Am Ende des Artikel gibt es dann noch die Übersichtstabelle über übliche Streckenlängen beim Triathlon.

Die vielen Distanzen des Triathlon

Grob unterscheiden wir Triathleten in Sprint-, Kurz-, Mittel- und Langdistanz. Grob deshalb, weil es immer Zwischenformate und die Verbände unterschiedliche Vorgaben haben.

Einig sind sich alle noch bei der Sprintdistanz. Die geht offiziell über 0,75 – 20 – 5 Kilometer (immer Schwimmen – Radfahren – Laufen in Kilometer). Doch schon die sogenannten Volksdistanzen weichen davon ab, oft wird dann nur 400 oder 500 Meter geschwommen.

Die berühmte olympische Distanz ist Teil der Kurzdistanzen. Die Strecke bei den olympischen Spielen ist genormt, damit man die Wettkämpfe über die Jahre hinweg vergleichen kann. Sie geht über 1,5 – 40 – 10 Kilometer. Doch für Deutschland gilt laut Sportordnung: „Die hier angeführten Wettkampfdistanzen gelten als vorgesehene Standard-Distanzen. Abweichungen in den einzelnen Teildisziplinen von +/- 10% auf Grund örtlicher Gegebenheiten und lokalen Bedingungen sind durchaus akzeptabel.“ – auf die Radstrecke übertragen wären das satte 4 Kilometer. Es ist durchaus nicht selten, dass diese Abweichungen auch stattfinden. Dabei spielt eine Rolle, dass eine Radstrecke bei einem Wettkampf genehmigt und ordentlich abgesperrt werden muss. Da kommen oft keine glatten 40 Kilometer zustande.

Danach geht es bei den Distanzen noch weiter auseinander. Die Deutsche Triathlon Union (DTU) benennt die Mitteldistanz zum Beispiel mit 2 – 80 – 20 Kilometern. Die Internationale Triathlon Union (ITU) setzt hier dagegen mit 3 – 80 – 20 Kilometer an. Viele Mitteldistanzen wie der Half-Ironman-Veranstaltungen gehen aber tatsächlich über 2 – 90 – 21,1 Kilometer. Im Sprachgebrauch der Triathleten sind aber alle gerade genannten „Mitteldistanzen“.

Bei den Langdistanzen klaffen noch erheblichere Unterschiede: Die ITU benennt die Langdistanz mit 4 – 120 – 30 Kilometer, die DTU bleibt hingegen mit der beim Ironman üblichen 3,8 – 180 – 42,2 Kilometer.

Übrigens: „Ironman“ ist eine eigene Marke und nicht primär eine Distanz. Doch im Sprachgebrauch wird das oft gleichgesetzt.

Zum Schluss noch einmal der Überblick über gebräuchliche Distanzen in einer Tabelle zusammengefasst:

Häufige Distanzen im Triathlon (Angabe in Kilometer)
Wettkampf Schwimmen Radfahren Laufen
Volksdistanz 0,4 bis 0,75 20 5
Sprint 0,75 20 5
Olympische Distanz 1,5 40 10
Mitteldistanz nach DTU 2 80 20
Mitteldistanz nach ITU 3 80 20
Halfironman und weitere Mitteldistanzen 2 90 21,1
Langdistanz nach ITU 4 120 30
Langdistanz nach DTU/Ironman 3,8 180 42,2

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