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Perfekter Rhythmus im Kraulschwimmen

"The rhythm is gonna get you" singt Gloria Estefan – das gilt auch für das Kraulschwimmen. Das perfekte Zusammenspiel verschiedener Schwimmphasen vereint sich tatsächlich zu einem Rhythmus, der einem neben dem Spaß am Kraulen auch noch ein Plus an Tempo bringt.


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Jeder Schwimmer hat bedingt durch die unterschiedliche Körperstatur andere Hebelverhältnisse. Deshalb ist es wichtig für Sie die optimale Kombination aus Zuglänge und Zugfrequenz für Ihre jeweilige Wettkampfstrecke zu finden.

Zugzahl(1), Zuglänge(2) und das Gleiten(3) sind äußerst wichtige Komponenten beim Kraulschwimmen, aber sie werden wenig bewirken, wenn deren Zusammenspiel nicht stimmt. Nur im Verbund mit Ihrem jeweils optimalen Rhythmus werden sie Ihren Kraulstil effizient machen.

Einige Beispiele, warum Rhythmus wichtig ist

Wenn Sie versuchen Ihre Armzüge pro Bahn zu sehr zu reduzieren, werden Sie den flüssigen Bewegungsablauf verlieren. Das Wasser hat Gelegenheit mehr Reibungswiderstand aufzubauen und macht Sie langsamer.

Gleiten Sie dagegen zwischen den einzelnen Zügen zu lange, verlieren Sie das Bewegungsmomentum (die Geschwindigkeit der Bewegung an sich, die sich für einen bestimmten Zeitraum erhält). Sie müssen bei jedem Zug mehr Kraft aufwenden, um die ursprüngliche Geschwindigkeit erneut zu erreichen.

In beiden Fällen geht der Rhythmus verloren. Ihr Schwimmstil wird ruckartig, undynamisch und vor allem ineffizient.

So ändern Sie das

Ihr Körper muss immer und zu jeder Zeit eine aquadynamische Haltung einnehmen und eine nahezu horizontale Wasserlage halten, die es ihm erlaubt mit so geringem Widerstand wie möglich durch das Wasser zu schneiden. Haben Sie diese Anforderung gemeistert, dürfen Sie sich der Geschwindigkeitserhöhung zuwenden. Hier kommen Rhythmus und Armzugfrequenz ins Spiel.

Beispiel: Ein vielseitiger Schwimmer kann mit unterschiedlichen Rhythmen und Armfrequenzen schnell schwimmen. Eine Schwimmerin will einen wirklich schnellen 100er Freistil mit einem bestimmten Rhythmus schwimmen. Bei 500m Freistil wird sie einen etwas niedrigeren Rhythmus und eine etwas niedrigere Armfrequenz benutzen. Um ihre Bestleistung auf einer Ironmandistanz zu erreichen, wird sie erneut mit einem anderen Rhythmus und einer anderen Armzugfrequenz schwimmen. Das bedeutet, dass sich ein Schwimmer in mehreren verschiedenen Frequenzen wohlfühlen und mehr als ein Tempo für ihren Kraulstil entwickeln muss.

Das gilt für alle Schwimmstile. Experimentieren Sie immer wieder mit Zugrhythmus und Zugfrequenz, bis Sie sich in unterschiedlichen Rhythmen und Frequenzen wohlfühlen und die optimale Kombination für Ihre Wettkampfstrecke finden können.
Ein gutes Hilfsmittel um Rhythmus und Zugfrequenz zu optimieren, ist der Tempo-Trainer von Finis. Er hat ungefähr die Größe einer Oblate und Sie können ihn unter Ihre Badekappe schieben bzw. an den Bändern Ihrer Schwimmbrille festklippen. Er funktioniert wie ein wasserdichtes Metronom. Sie stellen sich den gewünschten Rhythmus ein und er gibt Ihnen ein akustisches Signal nach dem Sie Ihre Hände eintauchen oder aus dem Wasser herausnehmen können, oder an dem Ihre Hände an einer anderen bestimmten Stelle der Armzugsequenz sein sollen.

Viel Vergnügen und Erfolg.

Fußnoten zu obigen Begriffen:
(1) Zugzahl ist die Anzahl der Armzüge (links + rechts) pro Bahn (25 oder 50m).
(2) Zuglänge ist die Strecke, die Dein Arm unter Wasser zurücklegt, vom Eintauchen bis zum Herausnehmen der Hand.
(3) Das Gleiten findet zwischen den einzelnen Armzügen statt. Es gibt passives Gleiten, in dem das Bewegungsmomentum ausgenutzt wird, maximal bis es verebbt, z.B. bei Abstossübungen. Und es gibt aktives Gleiten, in dem sich der Schwimmer so weit als möglich während des Gleitens in die maximales Streckung streckt und durch aktiven, kompakten Beinschlag unterstützt.

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