- Von Vera Honoschenko
- 3 Kommentare
Es gibt nicht die eine Zahl an Armzügen für eine bestimmte Distanz. Finden Sie für sich selbst die optimale Zugfrequenz und Zuglänge in Relation zu Ihrer jeweiligen Geschwindigkeit heraus. Dazu spielen Sie Swim-Golf und finden sozusagen Ihr Handicap heraus.
Für Swim-Golf benötigen Ihre Armzugzahl auf 25m (50m – 100m) und die dazugehörige Zeit. Die stoppen Sie entweder selbst oder lassen sich von einem Kollegen helfen. Neben der Stoppuhr benötigen Sie außerdem Stift und Papier um die Daten zu notieren sowie einen Taschenrechner, falls die Kopfrechenkünste nicht ausreichen.
Tipp: Zu zweit lässt sich das Ganze leichter spielen, denn dann kann ein Schwimmer kraulen, während der andere die Zeiten stoppt, die Daten notiert und im Kopf die Rechenarbeit leistet.
Swim-Golf – so geht’s
Kraulen Sie Ihre Distanz (25m – 50m – 100m) circa fünf bis zehn Mal. Zählen Sie die Armzüge dabei; beide – links und rechts. Stoppen Sie die Zeit und notieren Sie sich die gesammelten Daten. Zwischen den einzelnen Bahnen jeweils eine Minute Pause einlegen, beziehungsweise so lange bis Sie sich in der Lage fühlen eine weitere Bahn mit voller Konzentration und sauberster Technik zu schwimmen.
Extratipp: Führen Sie auch Buch über Ihre Pausen und versuchen Sie auf längere Sicht deren Zeit zu verkürzen.
Das Protokoll von Swim-Golf könnte folgendermaßen aussehen (Beispiel für 50m):
| Tempo | 50m Zugzahl | 50m Zeit | ||
| 1 | unteres GA1 | 38 | 57 sek | |
| Schwimmer 1 | 2 | mittleres GA1 | 39 | 55 sek |
| Pause je 1 min | 3 | oberes GA1 | 40 | 53 sek * |
| 4 | mittleres GA2 | 45 | 52 sek | |
| 5 | oberes GA2 | 49 | 51 sek |
...und so weiter. Ebenso für Schwimmer zwei.
Swim-Golf – die Auswertung
Jetzt geht es daran, das Handicap zu errechnen. Dazu wird die Zugzahl zu der Zeit addiert. Etwa so:
Beispiel:
| 1 | 38 + 57 = 95 |
| 2 | 39 + 55 = 94 |
| 3 | 40 + 53 = 93 * |
| 4 | 45 + 52 = 97 |
| 5 | 49 + 51 = 100 |
* beste Korrelation zwischen Armzugzahl und Zeit
Schwimmen Sie die Distanz in unterschiedlichen Tempi (unterer/mittlerer/oberer GA1 – GA2 – WSA). Nehmen Sie sich verschiedene Technikschwerpunkte für ein Set (hoher Unterwasserellenbogen, FQS (= front-quadrant-swimming), Abschlag, maximale Streckung, langer Gleitzug etc.) und vergleichen Sie Ihre daraus resultierenden Werte. Oder machen Sie eine Kombi aus beidem (Tempo + Technikschwerpunkt).
Swimgolf sollten Sie am besten in regelmäßigen Abständen spielen und Ihre Fortschritte beobachten. Je niedriger der Wert, desto effizienter der Schwimmstil.
Viel Erfolg.
Wie finden Sie die Idee von Swim-Golf? Schreiben Sie uns Ihre Meinung oder stellen Sie uns eine Frage. Einfach den Kommentar-Knopf unten drücken und los geht's.
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stephan (Redaktion)schrieb am September 9, 2011
Ja, das kann gut sein, denn die Autorin (und Trainerin) war zumindest zum Zeitpunkt des Verfassens des Artikels inspiriert durch TI. Ich habe es jetzt nicht überprüft, woher sie die Idee hat. Deswegen ist der Artikel dennoch gut, oder?
Hans-Jörgschrieb am August 9, 2011
Gut, aber das ist ja wohl nicht EURE Idee. Ist zB bei Total Immersion schon länger veröffentlicht.
Schwimmer90schrieb am August 11, 2009
Yeah, hat was :-D
Anfangs bin ich sehr kritisch an diese Idee rangegangen aber nach mehrmaligem Überdenken muss ich sagen: Das hat was!
Die einzige Frage ist ob es jeder hinbekommt seine "GA1/GA2/usw."-Geschwindigkeiten so genau einzusetzen. Aber vom System her gut, Trainingseffekt sollte sich bald bemerkbar machen...
Wo ist die Idee her?


