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Synergie im Training: Warum Triathlon kein Einzelsport ist

Triathlon gilt als Individualsport. Doch gemeinsames Training mit Partner, Team oder Verein kann die einzelnen Ressourcen bündeln und so ungeahnte Kräfte freisetzen.

Laura Lindemann (links) und Anne Haug. (Foto: DTU)
Stark im Team: Laura Lindemann (links) und Anne Haug. (Foto: DTU)

So individuell wie jeder Athlet ist, so individuell sollte auch sein Training sein. Diese Philosophie ist besonders unter Einzelsportlern wie Triathleten weit verbreitet: Sie machen in der Vorbereitung gerne ihr eigenes Ding – und messen sich erst in Rennen mit anderen.

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Dennoch kann es von Vorteil sein, bereits das Training mit Gleichgesinnten zu bestreiten. Wie in einer Fußball-Mannschaft lassen sich dabei die Stärken und Schwächen des Trainingspartners erkennen und entsprechend fördern – Synergie-Effekt nennt sich das

Warum also nicht den anderen auf dem Rad mitziehen und sich dafür beim Laufen an seine Fersen heften?

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Synergie-Effekt: Teambuilding bei den Langdistanz-Profis

Profi-Athleten haben längst das Potenzial vom gemeinsamen Training für die Langdistanz erkannt: Sie schließen sich mit anderen zu Triathlon-Teams zusammen, teilen nicht nur Kilometer und Zimmer im Trainingslager, sondern auch Fachwissen und persönliche Erfahrungen. Aus den eigenen Verletzungen und Rückschlägen im Rennen können letztendlich alle lernen. So bündeln sie die Kräfte und wollen als Team unschlagbar werden.

Hinzu kommen die Experten im Profi-Team, also Ärzte und Physiotherapeuten, die alle dazugehörigen Athleten gleichermaßen betreuen. Den gleichen Triathlon-Anzug zu tragen wie der Trainingspartner, verbindet und macht stark fürs Langdistanz-Rennen.

Vier gewinnt: Teamgeist in der Sprintdistanz-Bundesliga

Ein weiterer Vorteil des Teambuildings ist der sportliche Erfolg: Selbst wenn ein Glied in der Kette ausfällt, können die anderen Athleten das Gesamtergebnis durch ihre individuelle Leistung  auffangen. Auf dieses Prinzip setzt der Liga-Betrieb der Deutschen Triathlon Union (DTU): Für die vierteilige Sprintserie der Triathlon-Bundesliga schickt jedes Team eine Mannschaft an den Start. Bei den Frauen bilden vier ein Team, bei den Männern sind es fünf.

Alle Team-Mitglieder müssen unabhängig von ihrer Platzierung ins Ziel gelangen, damit die gesamte Mannschaft in der Wertung bleibt. Der einzelne Athlet versucht also, bei jedem Rennen das bestmögliche Ergebnis für sein Team zu erkämpfen.

Was können wir davon lernen?

Was bei den Leistungssportlern funktioniert, das sollten sich auch die Hobby-Triathleten zunutze machen. Möglichkeiten, Gleichgesinnte für lange Radausfahrten, Intervall-Läufe und Bahnen-Schwimmen zu finden, bieten Triathlon-Vereine mit professionellen Trainern. Gemeinsame Trainingseinheiten fördern nicht nur die eigene sportliche Entwicklung, sondern auch die Geselligkeit unter den Individualsportlern. Denn wer bereits die Vorbereitung mit Trainingspartner bestreitet, ist im Rennen weniger allein.