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Wettkampf Langdistanz

Tipps für das Ironman-Wochenende

Das Rennen naht. Jetzt an die wichtigsten Dinge am Tag X denken. Jörg Knop, mehrfacher Ironman Hawaii-Finisher, gibt kleine, aber wichtige Tipps

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Eine Langdistanz heißt nicht umsonst so. In den acht bis 17 Stunden, die Du unterwegs sein wirst, kannst Du Dir das Leben mit einigen Tipps erleichtern. Jörg Knop, 23facher Langdistanz-Finisher, gibt die kleinen Schätze seiner Erfahrung preis, die er über die Jahre angesammelt hat.

Wechselbeutel erst morgens deponieren

Wenn es erlaubt ist, lege die Beutel erst am Wettkampftag selbst in der Wechselzone ab. Innen drin steckst Du Schuhe und Kleidung noch einmal extra in eine Plastiktüte. Beides schützt gegen morgendliche Feuchtigkeit, Regen.

Glückliche Gedanken mitnehmen

Beim Tiefpunkt auf der Strecke (Du wirst ihn haben!) helfen positive Gedanken. Summe Dein Lieblingslied. Oder denke an den Urlaub.

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Jörg Knop projiziert zum Beispiel seinen Trainingsweg auf die Wettkampfstrecke des Marathons. Durch das Gewohnte kommt ihm der Weg weniger schwer vor.

Überlege am besten vorher, welche Gedanken Dir auf der Triathlon-Strecke helfen können.

Nicht stehen bleiben an der Verpflegung

Es ist hart, aber tu es: An der Verpflegungsstelle nicht stehen bleiben. Nicht nur, dass Du sonst Zeit verlierst. Schlimmer: Das erneute Anlaufen fällt unglaublich schwer. Lieber hinten an der Verpflegung etwas aufnehmen, im Gehen essen und trinken, dann sofort wieder Tempo aufnehmen.

Jörg Knop, 23-maliger Ironman-Finisher
Zur Person: Jörg Knop ist 23-maliger Langdistanz-Finisher (Bestzeit 9:29 h). Fünf Ironmans hat er auf Hawaii absolviert, den besten davon mit 10:30 Stunden. Er war für den VFL Wolfsburg mehrfach Niedersachsenmeister seiner Altersklasse auf der Kurzdistanz und auf der Mitteldistanz.

Obacht bei Wasser auf Socken und Schuhe beim Laufen

Gerade bei heißen Wettkämpfen kippen sich Triathleten viel Wasser über den Kopf und stecken Schwämme in den Trisuit. Die Kühlung ist auch enorm wichtig.

Aber Achtung: Versuche das nicht zu übertreiben, und schütze möglichst die Schuhe. Sind die nämlich durchnässt, wird die Haut an den Füßen weicher und die Socken verschieben sich – schmerzhafte Blasen sind die Folge.

Cola erst in der zweiten Hälfte des Laufens

Koffein und Zucker, direkt an der Wettkampfstrecke gereicht – wie verlockend … und wie gefährlich. Denn Cola kann zwar für einen Leistungsschub sorgen, jagt aber den Blutzuckerspiegel nach oben. Dadurch schüttet der Körper mehr Insulin aus. Die Folge: Nach einiger Zeit geht es dem Ironman-Teilnehmer noch schlechter.

Für Cola gilt daher: Frühestens ab der zweiten Hälfte des Marathons zu sich nehmen. Ab dann immer wieder nachtrinken bis zum Ziel.

Vaseline an empfindliche Stellen

Das tut richtig weh: Wenn Kleidung die Haut aufreibt, oft bis sie blutet. Vermeide das dringend und schütze die empfindlichen Bereiche mit Vaseline, Melkfett oder Hirschtalg. Die gefährdeten Stellen solltest Du übrigens schon beim Training oder Testmarathon vorher identifizieren – denn jeder Triathlet hat andere.

An folgenden Punkten besteht erhöhte Gefahr von Wundreiben: Brustwarzen, Achseln, Oberschenkel und Nacken (Neoprenanzug). Diese also vor dem Wettkampf ausreichend dick einschmieren.

Immer eigenes Tempo gehen

Ein Ironman oder eine Langdistanz sollte nicht im Wettstreit mit anderen ausarten, etwa mit Vereinskollegen oder anderen Triathleten auf der Strecke. Denn wenn Du überzockst, ist das Rennen vorbei. Geh immer Dein eigenes Tempo, Du willst ja ankommen.

Viel Glück beim Wettkampf wünscht Triathlon-Tipps.de

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