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Kaufberatung

So findest Du den passenden Triathlon-Anzug

Triathleten benötigen eine multifunktionale Kleidung: Sie soll Schwimmen, Radfahren und Laufen so bequem wie möglich machen. Doch Vorsicht: Nicht jeder Anzug hält, was er verspricht. Diese Kauftipps helfen beim Bewerten

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: - (Foto: ©iStock.com/TarpMagnus)

Triathlon-Suits gibt es in billig und in teuer, in schlicht und in aufwändig. Als Einteiler oder Zweiteiler. Und alle haben ihre Vor- und Nachteile.

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Preislich bewegen sich die Anzüge von 100 Euro aufwärts bis 300 Euro. Mit 120 Euro solltest Du aber schon ein gutes Modell erstehen können. Übrigens: Triathlon-Tipps.de stellt die aktuellen Modelle der verschiedenen Hersteller in der Rubrik Triathlon-Anzüge regelmäßig vor.

Der Triathlon-Anzug ist die zweite Haut beim Wettkampf. Er muss also sitzen und darf keinesfalls stören. Doch wie bekommt man beim Kauf heraus, was der Stoff taugt? Hier einige Punkte, auf die Du achten kannst, wenn Du einen Tri-Suit im Laden begutachtest.

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Gretchenfrage: Triathlon Einteiler oder Zweiteiler?

Tri-Suits gibt es als kompletten Anzug, Hose und Oberteil sind ein Stück, der sogenannte Triathlon Einteiler. Die andere Variante: Der Zweiteiler – bestehend aus einer Hose und einem Top.

Der Einteiler hat den Vorteil, dass er besser sitzt. Er verrutscht kaum und wirft daher keine Falten. Meist sind Taschen an ihm besser angebracht.

Der Zweiteiler ist flexibler: Der Triathlet kann etwa nur die Hose anziehen für das Training. Im Wettkampf kann er zudem das Top hochkrempeln und so den Bauch kühlen. Oder – wie bei Faris Al-Sultan – Pants und Oberteil sind so minimal angelegt, dass es sich eher um eine Badehose und ein BH handelt.

Nähte abtasten

Die Verarbeitung der Stoffteile muss gut sein, schließlich darf im Wettkampf kein Teil lose werden oder scheuern. Sie Dir also die Nähte an, fahre mit dem Finger darüber.

Stehen hier Fäden raus? Fühlt es sich rau an? Lösen sich gar schon Teile?

Gerade am Sitzpolster in der Hose und am Reißverschluss des Triathlon-Anzugs sollten die Nähte glatt und gut vernäht sein.

Reißverschluss begutachten

Wo sitzt der Reißverschluss am Triathlon-Anzug? Wie lang ist er? Zwei wichtige Fragen.

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Anzüge, die für die Wettkämpfe der DTU zugelassen sind – also Profi-Anzüge – haben den Reißverschluss hinten. Das ist für die meisten Hobby-Triathleten eher ungeeignet. Du willst vielleicht eine spontane Kühlung vorne, dann ist es besser, wenn der Zipper vorne sitzt.

Zweites Augenmerk gilt der Länge: Da die DTU in Amateur-Rennen vorschreibt, dass eine Reißverschluss nicht weiter als 15 Zentimeter geöffnet werden darf, haben einige Tops bei Zweiteilern nur diese Länge. Aus meiner Erfahrung mag ich lieber Reißverschlüsse bis unter den Bauchnabel. So kann man das Top-Teil im Training und bei Langdistanz-Rennen so weit öffnen, wie man Lust hat.

Schließlich sollte man unbedingt noch die Verarbeitung rund um den Reißverschluss überprüfen. Der Athlet zerrt doch häufig an dem Zipper – schlecht vernähte Reißverschlüsse reißen dann unten aus dem Stoff.

Sitzpolster anschauen

Zwischen 20 und 180 Kilometer müssen die Sitzpolster eins Triathlon-Anzugs den Hintern des Fahrers vor Wundreiben schützen.

Wer da jetzt den Schluss zieht: Je dicker, desto besser, der liegt falsch. Denn je dicker das Polster, desto störender beim Laufen und desto schwerer nach dem Schwimmen – es saugt sich ja voll.

Ideal: Es soll also ein flacher, möglichst antibakterieller, gut belüfteter Einsatz sein.

Triathlon-Anzug anprobieren

Auf jeden Fall einmal in den Tri-Suit reinschlupfen. Der Anzug soll eng anliegen, aber Bewegungen nicht behindern. Zieh den Stoff unter den Armen etwas weg. Geht das sehr leicht? Dann ist der Anzug eventuell zu weit. Es könnten sich Taschen bilden beim Schwimmen, die wie Fallschirme bremsen.

Auch wichtig: Bewege die Arme so, wie Du es beim Laufen tust. Reibt der Anzug unter den Achseln? Liegt das an den Nähten?

Triathlon-Anzug mit Taschen?

Ob im Wettkampf oder beim Training – wenn Du Riegel und Gels mitnehmen willst, sind kleine Taschen am Rücken oder dem Oberschenkel hilfreich. Kein Muss, aber für manche Triathleten eine Erleichterung.

Nette Dreingabe: Eine Schlüsseltasche in der Short beim Zweiteiler. Die nutzt vor allem, wenn man die Hose beim Lauf-Training trägt.

Extras: Kompression

Skins, Desoto, 2XU – viele Hersteller setzen auf Kompressions-Technologie in ihren Anzügen. Die kommen meist bei hochpreisigen Modellen zum Einsatz. Ob es etwas nutzt oder nicht, darüber streiten sich die Gelehrten.

Extras: Beschichtung

Manche Anzüge sind beschichtet, das setzt bei Rennen ohne Neopren-Anzug den Wasserwiderstand herab. Mehr Tempo ist die Folge. Allerdings sind die nicht immer erlaubt. Solche Beschichtungen sind also eher ein Extra, das nicht so wichtig ist.

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