Triathlon-Tipps

Schlagwörter: wettkampf : laufen : trainingssteuerung :

Schneller Laufen und Radfahren durch negative Splits

Stark anfangen... und dann stark nachlassen. Je länger der Triathlon, desto weniger Leistung. Logisch! Oder doch nicht? - Es gibt eine besserer Renntaktik!


Hier klicken um 1 Bild zu sehen

Negative Splits - das bedeutet, dass der Sportler die erste Hälfte des Rennens langsamer angeht als die zweite. So sind zum Beispiel viele Marathon-Weltrekorde der letzten Zeit mit einem negativen Split gebrochen worden.

Dagegen sieht die Wettkampf- und Trainings-Praxis vieler Triathleten so aus: Stark beginnen und sich bis zum Ende hin auspowern.

Heißt: Je länger unterwegs, desto langsamer. "All-out"-Strategie heißt das im Fachjargon - etwas für Sprinter.

Negative Splits sind auch nur etwas für Ausdauerrennen. Bei kurzen Rennen - etwa einem 200 Meter-Lauf - haben sie nichts verloren, hier lohnt sich eher ein schneller Start.

Doch warum sollte ein Triathlet den negativen Split bei einem Rennen beherrschen?

Es gibt ganz wissenschaftliche Gründe dafür: Studien an Marathonläufern haben gezeigt, dass sie - wenn sie ihr Rennen mit zwei Prozent mehr Tempo als dem Durchschnittstempo starten - auf die letzten zehn Kilometer deutlich ermüdeter sind. Als Grund wird dafür angegeben, dass ein schneller Start außerordentlich mehr Muskelglykogen verbraucht, das dann am Ende des Rennens fehlt.

Dazu kommt, dass wir bei eher schnellem Angehen des Rennens früher mehr Milchsäure produzieren.

Die hemmt die Funktion wichtiger Enzyme, greift Zellmembranen an und bringt den Wasserhaushalt durcheinander. Mit dem Negativsplit kann man das ein wenig ausgleichen und hinauszögern.

Übrigens: Auch der Psyche hilft es, wenn man sich angewöhnt in der zweiten Hälfte zum Jäger zu mutieren, statt sich gegen eine Leistungsabfall zu wehren.

Optimaler Split: 51 zu 49 Prozent

Laut Joel Friel sind optimale negative Splits im Verhältnis 51/49 Prozent angelegt.

Was heißt das in der Praxis?

  • Kenne Deine angestrebten Zielzeiten und berechne daraus die Teile nach 51/49 Prozent

  • Trainiere Zeiten einzuhalten

  • Teile im Triathlon die Einzeldisziplinen in negative Splits und rechne auch eine leichte Steigerung über den gesamten Wettkampf ein

  • Konzentriere Dich im Wettkampf auf den jeweiligen negativen Split

Also hinten raus: mehr Power! Viel Erfolg!

Artikel mit ähnlichen Schlüsselwörtern:


 
Kommentar schreiben
 
Trainingspläne Langdistanz

Triathlon-Tipps.de im Web

Anzeige

Die 10 beliebtesten Tipps

1 - Laufen: Laufzeiten von KM pro Stunde nach Minuten pro KM umrechnen
2 - Sprengung bei Laufschuhen - warum wenig Dämpfung besser ist
3 - Kraulen Trainingsplan: Schwimmen für den olympischen Triathlon
4 - Diese Videos zeigen richtigen Stil beim Kraul-Schwimmen
5 - Rennrad oder Triathlonrad - was ist besser?
6 - Wie schädlich das Bier nach Training wirklich ist
7 - Triathlon Trainingsplan für den PC gratis
8 - Neue Triathlon-Regeln 2012
9 - Kraulen-Technik: Hand richtig eintauchen
10 - Beschlagen bei Schwimmbrille verhindern

Die 10 beliebtesten Produkte

1 - Garmin Forerunner 910XT Trainings Computer
2 - Sigma Sport RC 14.11 Trainings Computer
3 - Leguano Barfuß-Leguano Laufschuh
4 - Saucony Grid Type A5 Laufschuh
5 - Zoggs Predator Flex Schwimmbrille
6 - Asics Gel-Noosa Tri 6 Laufschuh
7 - Suunto Ambit Laufcomputer
8 - Asics Gel Noosa Tri 5 Laufschuh
9 - Zoot Ultra TT 5.0 Laufschuh
10 - Garmin Forerunner 210 HR Trainings Computer
Triathlon-Tipps.de Shop

Frage & Antwort

01.09. Warum bin ich beim Radfahren fitter als beim Laufen?
26.12. Wie laufe ich nach einer Operation?
16.12. Wie atme ich bei hohem Tempo?
12.09. Was tun gegen starken Fersenlaufstil mit nach seitlich gekippten Füßen?
12.01. Reicht eine kleine Pause bei Müdigkeit, oder ist das schon Übertraining?

>> Selbst eine Frage stellen

Beliebte Schlagwörter