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Laufen Sicherheit: Hunde fernhalten
Verantwortungslos - diese Bezeichnung passt auf so manchen Hundehalter, dem es egal ist, was das liebe Tier einem gerade beim Laufen antut. Viele Besitzer scheinen den Hund auch nicht im Griff zu haben.
- Von Stephan Goldmann
- am May 13, 2005
- 4 Kommentare
Als Mitglied im Club der bereits gebissenen Läufer reagiert man durchaus nervös auf den Vierbeiner, der doch "nur spielen will". Abgesehen davon fehlt vielen Hundebesitzern das Verständnis dafür, dass man in der Saison-Vorbereitung einfach keine Zeit für die Dogge des Spaziergängers hat.
Doch wie reagieren?
Diese Fehler sollten Sie auf jeden Fall vermeiden:
- Nicht den Hund fixieren - ein oft gehörter Tipp, der allerdings im Zweifelsfall das Gegenteil bewirkt. Das Tier kann sich dadurch sogar noch herausgefordert fühlen.
- Tempo nicht anziehen - Weglaufen klappt bei größeren Hunden auf keinen Fall. Das Problem: Durch das Anziehen des Tempos fühlen sich viele Hunde gar noch aufgefordert beim "Verfolgungs-Spielchen" mit zu machen. Daher eher das Tempo drosseln oder ganz stehen bleiben.
- Nie die Hände nach oben reißen - Der Hund weiß, dass bei Menschen alles über die Hände geht - auch das Spielen. Reißt man die Hand aus Abwehr-Reflex nach oben, kann er dies als "Futter- und Tob-Spielchen" missdeuten und nach oben springen.
So begegnen Sie dem Hund sicher
Eins ist mal klar: Schuld hat nie der Hund, sondern der Besitzer, der das Tier nicht im Griff hat. Das ist allerdings wenig tröstlich, wenn der Kläffer gerade an der Wade hängt. Damit es nicht so weit kommt, beherzigen Sie folgende Tipps:
- Sprechen Sie den Besitzer an - bitten Sie ihn freundlich aber bestimmt den Hund in seine Schranken zu weisen.
- Drosseln Sie das Tempo leicht - so verhindern Sie die Aufforderung zur Verfolgung.
- Zeigen Sie Desinteresse - beachten Sie den Hund so wenig wie möglich, laufen Sie weiter, beschäftigen Sie sich vor seinen Augen mit etwas anderem, schauen Sie den Hund so wenig wie möglich an.
- Schnuppern lassen - Wenn Sie sich trauen und der Hund bisher noch wenig aggressiv wirkt - also nur mitläuft - lassen Sie ihn an der Hand schnuppern
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Was sind Ihre Erfahrungen mit Hunden beim Laufen? Schreiben Sie einen Kommentar, in dem Sie Ihre Meinung äußern.
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Martin A. schrieb am January 24, 2010
Ich kann zoerner nur recht geben. War vor einiger Zeit 10 Wochen in der Schweiz und bin fast jeden Abend in einem Park gejoggt, wo Dutzende Hunde unterwegs waren. Nie hat sich ein Hund für mich interessiert. Zurück in Deutschland war alles wieder beim Alten: dicke kleine rauchende Frauen und Männder, die Ihr Tier nicht im Griff haben ... :-(
zoerner schrieb am January 21, 2010
- Die Hunderasse spielt noch eine Rolle, z.B. sind Dalmatiner von Haus aus friedlich, hier braucht man keine Angst haben.
- Ist ein zweiter Hund in der Nähe ist man aus dem Schneider, da ein weiterer Hund immer interessanter ist als der Läufer.
- 16 Jahre Ausland hat auch gezeigt, dass Hunde auch von Land zu Land anders erzogen sind. In den Ost-Europäischen Ländern habe ich öfters Probleme. Die Hunde laufen sofort auf einen zu und der Besitzer hat absolut keine Kontrolle. Wenn ein Hund auf einen zukommt und evtl. sogar noch bellt half mir immer, stehen zu bleiben und den Hund zeigen, dass man keine Angst hat - einfach nur anschauen. Das verunsichert die Hunde und er bleibt auf jeden Fall erst einmal stehen. Der Hund lässt dann meist von einem ab, ansonsten sollte bis jetzt auch der Besitzer da sein. Allgemein gilt, das ich aggressive Hunde nicht hinter mich lasse, dass ist mir einfach zu unsicher - es reicht wenn nur einmal einer zuschnappt.
- Das Beste ist aber wirklich, wie oben erwähnt, Desinteresse zu zeigen - funktioniert auch bei jungen verspielten Hunden.
Wenn Hunde sich daneben benehmen, lass ich mir es nicht nehmen dem Besitzer ein paar Sprüche an den Kopf zu werfen:
"Der ist aber schlecht erzogen"
"Sie sollten sich einen Kanarienvogel zulegen, wenn Sie ihn nicht unter Kontrolle haben können"
"Schön das er spielen will, ich will aber nicht"
genauso bedanke ich mich, wenn Hundebesitzer Ihre Hunde sofort an die Leine nehmen. Auch bin ich immer wieder beeindruckt, wie manche Besitzer ihre Hunde verbal unter Kontrolle haben.
Noch eine kleiner Tipp für Nachtläufer. Schauen, ob der Hund an der Leine ist, denn diese kann schnell zur Stolperfalle werden ;)
Michael schrieb am February 5, 2007
Also, mein Hausarzt (sehr seriös, echt jetzt!) hat mir den Tipp gegeben in "gefährdeten Gebieten" ein paar kleine Steinchen mitzunehmen, und damit den Hund zu bewerfen. Hab ich aber noch nicht ausprobieren können.
Martin schrieb am February 6, 2005
Als Hundehalter, Jogger und Radfahrer..
...kann ich dazu noch ergänzen: Es ist immer hilfreich, wenn man dem Hundehalter ein paar Sekunden Zeit gibt, sein Tier zu sich zu holen. Auch bei folgsamen Hunden funktioniert das Abrufen (also wenn man den Hund zu sich ruft) nicht immer innerhalb weniger Sekunden.
Ich mache das beim Laufen und Radfahren auch so, dass ich das Tempo drossle und auf mich aufmerksam mache -- mit dem Schlüsselbund klappern ist immer gut. Dann haben die Leute Zeit, ihren Hund abzurufen und alle sind zufrieden. Denn wenn ich mit 35 Sachen in den Hund reinfahre, hat keiner was davon...