Der Allround-Triathlet sollte links wie rechts gleichermaßen Luft holen können. Das bringt Vorteile beim Training und im Wettkampf und verbessert den Schwimmstil.
Schwimm-Anfänger starten beim Training meist mit einer Zweier-Atmung. Sprich: Sie holen nach jedem zweiten Armzug Luft. Klar, dass das dann immer auf der selben Körper-Seite passiert – bei den meisten Schwimmern ist das die Rechte.
Das sollte man dringend ändern und sich einen Dreier-Zug angewöhnen. Warum? Es gibt mehrere Gründe:
- Die Muskulatur entwickelt sich dadurch nicht einseitig
- In freien Gewässern kann man sich besser orientieren
- Im Wettkampf holt man dort Luft, wo das Wasser weniger aufgewühlt ist
Tatsächlich entwickelt sich die Muskulatur bei reiner Zweier-Atmung nur einseitig. Schließlich muss der eine Arm stets vermehrt für die Stabilität der Atem-Seite sorgen. Die Folge: Der gesamte Stil wird unausgewogen. Man muss sich dabei nur einmal vor Augen führen, wie oft man in einem einstündigen Training Luft holt.
Zudem unterstützt das beidseitige Atmen die Orientierung. Man sieht beim Freiluft-Schwimmen mehr (Bäume, das Ufer, etc.) und im Wettkampf erkennt man die Konkurrenten. Apropos Wettkampf: Ist das Wasser durch die Mit-Schwimmer auf einer Seite stark aufgewühlt, kann man von der anderen seinen Sauerstoff beziehen.
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Ulf schrieb am November 29, 2007
chiao = ciao?
Lutz Langenhan schrieb am January 28, 2007
mein erster Einsteiger- Triathlon in einer Staffel mit 44 Jahren und zweiter geworden!
Am Start fand ich das Gedrängele sehr unangenehm.
Dreier Zug ist zu favorisieren bedeuet: bessere stabilere Wasserlage mehr Vortrieb mit den Armen, weniger Wasserwiderstand,schnellere Armfrequenz,verbessert auch die nötige Sauerstoffkondition und viel abgucken!!! Echte Sportsfreunde geben immer gute Ratschläge!
ahoi Lutz
Stephan schrieb am May 12, 2006
Warum umstellen?
Klar, keiner zwingt Dich. :o)
Ich kann nur aus meiner Warte sagen: Für mich fühlt es sich besser an ein Beidseiten-Atmer zu sein. Ich kann mir dann auch aussuchen, auf welcher Seite ich lufthole. Das ist für mich dann wichtig, wenn ich zum Beispiel einen anderen Schwimmer überhole (oder er mich). Macht der eine riesen Welle dabei, kann ich auf der anderen Seite den nötigen Sauerstoff holen.
Besonders im Schwimmbad mit Schwimmern, die viel Beinarbeit üben, ist das eine gute Sache.
Mir persönlich ist eben auch wichtig eine gute Technik zu pflegen. Macht Spaß daran zu feilen und sich zu verbessern. Und ein Punkt ist eben dabei das atmen.
Übrigens: Thorpe ist auch kein Langstreckenschwimmer wie wir Triathleten. :o)
Johannes schrieb am May 12, 2006
Warum sollte ich umstellen...
...wenn beispielsweise Ian Thorpe es anders vormacht. Er ist ein reiner Rechts-Atmer und schneller als alle meine Trainingsfreunde ;) Habe von Experten im Fernsehen mittlerweile auch gehört, dass es egal sei, ob man einsietig oder beidseitig atmet.
sascha schrieb am July 17, 2006
Umstellung ist nicht einfach!
Ich habe angefangen mit einem zweier Armzug. Die linke Seite hat sich für mich automatisch ergeben. Nach langer Zeit habe ich mich entschlossen den dreier Zug auszuprobieren. Erste Versuche zeigten, dass ich, wenn ich zur rechten Seite ausatmen wollte, viel mehr Kraft im linken Arm ( zum stabilisieren) aufwenden musste. Es war sehr mühsam auf einen dreier Zug umzustellen. Der Vorteil, meiner Meinung nach, man schwimmt schneller, "gerader", hat mehr Überblick und kriegt durch das reduzierte Luftholen mehr Ausdauer.
Vielen Dank für die Aufmerksamkeit
chiao
sascha


