"Naaa, Radeln aufm Heim-Trainer is mir zu fad!" Meine Trainings-Kollegin mag nicht länger als eine eine halbe Stunde daheim strampeln. Dabei bietet das Indoor-Training die Möglichkeit, die Tritt-Technik zu verfeinern.
Mitte März und es schneit draußen noch immer. An gezieltes Rennrad-Training auf Asphalt ist nicht zu denken. Doch mein Ziel dieses Jahr heißt Quelle Challenge Roth - genauer gesagt will ich in der Staffel mit Anne (Schwimmen) und Judith (Laufen) mitmachen. Blöd, dass ich das Trainingslager auf Malle aufgeben musste. Indoor-Training muss also sein. Ich habe dazu einen Cycletrainer von TacX. In den spanne ich mein Rennrad ein. (Im Gegensatz zur Rolle. Auf der fährt man völlig frei.)
Den Trainer richtig aufstellen
Einige meiner Kollegen haben den Fehler gemacht und sich die billigste Variante eines Cycletrainers gekauft. Klar, dass es denen kein Spaß macht. Denn meist gilt: Je weniger der Trainer kostet, umso höher ist der Geräuschpegel, den der Widerstand am Hinterrad produziert. Ich habe lieber 50 Euro mehr investiert - hat man Mitbewohner in der Wohnung, werden die es einem danken.
Apropos Mitbewohner: Leben unter Ihnen im Mietshaus noch andere, sollte man etwas dämpfendes unter den TacX-Trainer legen. Sonst kann es sein, dass der Mieter unter Ihnen die Polizei ruft... Ich nehme dazu meist meine Trainings-Matte, auf der ich auch meine Rumpfübungen mache.
Ganz wichtig: Nach dem Training nehme ich den Widerstand (die Rolle hinten), der gegen das Hinterrad presst wieder heraus, damit der Reifen nicht zu stark belastet wird. Außerdem entspanne ich die Schraube, die das Hinterrad fixiert. Sonst würde ein dauernder Druck auf dem Rahmen liegen.
So macht Indoor-Training Spaß
Die Bayern und ich (nein, bin kein Fan - ich halte es mit Fürth) haben etwas gemein: Die Spielzeit heute abend. Ein Champions-League Spiel macht bei mir eine Trainings-Einheit aus (1,75 Stunden - plus Verlängerung :o) ). Der Fernseher lenkt mich nicht nur ab, nein, ich habe auch das Gefühl, dass Ballack und Co. genauso schuften müssen wie ich. Anspornend.
Wenn es mir zwischendurch zu fad wird gleichmäßig zu treten, streue ich einige Spielereien ein. Denn der Radtrainer eignet sich perfekt zum Üben des runden Tritts: Einfach ein Schuh ausklicken und dann mit dem anderen Fuß treten. Wenn man nirgendwo das Gefühl hat ein "Loch" zu treten, ist der Tritt schon halbwegs rund. Umfallen kann ich dank des Trainers ja eh nicht.
Wenn mir der Hintern zu sehr schmerzt, schalte ich den Widerstand hoch, hau den höchsten Gang ein und gehe kurz in den Wiegetritt. So simuliere ich Anstiege und verschaffe mir mehr Druck in den Muskeln.
Mit derlei Abwechslung vergeht die Zeit auf dem Cycle-Trainer wie im Fluge...
Artikel mit ähnlichen Schlüsselwörtern:
- Rennrad Ernährung: Isotonisches Pulver auf die Trainingsfahrt mitnehmen
- Rennrad Sicherheit: Vorsicht bei Abfahrten im Frühjahr
- Rennrad Training: Schnelle Säuberung nach dem Radfahren


