Einige spüren es gar nicht, andere haben vielleicht eine leichte Rötung. Aber manche haben nach einem langen Schwimmen mit dem Wetsuit einen wunden Hals. Was Triathlet dagegen tun kann, steht hier.
3,8 Kilometer im Wasser des Kanals, dazu noch einen leichten Sonnenbrand - schon sieht der Hals aus, als würde man Anhänger von Fesselspielen sein und kein Triathlet.
Schuld daran ist der Kragen des Neoprenanzugs. Er kann zum Beispiel zu fest sitzen oder die verschiedenen Schichten beginnen sich leicht auseinander zu spreizen. Und dann gibt es da noch den Klettverschluss, der dem Nacken zusetzt.
Wir haben einige Amateur-Triathleten in Roth befragt, wie Sie dagegen vorgehen. Hier die Ideen, und wir freuen uns, wenn Ihr Leser noch weitere Ideen einliefert.
Analyse: Wo scheuert der Neoprenanzug?
Erstmal muss man herausfinden, wo der Wetsuit die Haut reizt. Bei einigen ist es nur der Nacken. Der Reißverschluss samt Band kann hier der Verursacher sein, oder auch der Klettverschluss.
Sitzen die Wunden eher an der Seite und vorne, deutet das darauf hin, dass bei der Kraul-Bewegung Reibung entsteht. Vor allem beim Luftholen auf einer Seite.
Es kann auch durch die Armstreckung passieren, dass sich leicht Hautfalten am Hals bilden, die sich über den Kragen legen und daran scheuern. Am besten mal vor dem Spiegel testen.
Hilfe: So verhindern Sie das Scheuern vom Neo
Lösung 1: Bodyglide (Alternativ: Hirschtalg oder Vaseline) - mit einer fettigen Schutzschicht schmieren Sie den Hals großzügig ein. Bodyglide schont den Wetsuit, Hirschtalg und Vaseline greifen das Neopren mit der Zeit an. Das ist aber immer noch besser, als dass der Hals ständig wund ist. Am besten ausprobieren, was am besten wirkt.
Nachteil: Schützt nur eine gewisse Zeit.
Lösung 2: Buff am Hals - vor dem Schließen des Neoprenanzugs ziehen Sie einen sehr weichen Buff (schlauchartiges Halstuch) an und lassen es vom Kragen umschließen. Das Tuch kann man theoretisch noch mit Baby-Öl tränken.
Nachteil: Bietet Widerstand im Wasser, saugt sich voll.
Lösung 3: Tape - mutige Athleten nehmen weiches Kinesiotape und kleben damit die betroffenen Stellen ab. Das schützt garantiert. Allerdings sollte man das sparsam machen und sicher sein, dass man nicht auf den Klebstoff allergisch reagiert.
Nachteil: Schränkt Beweglichkeit ein, kann schmerzen beim Abziehen, kostet Zeit beim Abziehen.
Lösung 4: Kragen abschneiden - die harte Methode für den Neopreanzug. Gehen Sie zum Tauchshop in Ihrer Nähe und lassen Sie sich den Kragen zurechtstutzen. Wichtig: Der Mensch im Tauchgeschäft sollte erst mit Kreide anzeichnen, wo er schneidet. Dazu sollten Sie genau sagen können, wo die Scheuerstellen am Hals auftreten. Wenn er allerdings mit einer normalen Schere kommt, lassen Sie es gleich. Es braucht schon eine spezielle Schere, die weiche Ränder hinterlässt.
Nachteil: Geschnitten ist geschnitten, die Garantie verfällt. Nur machen, wenn man keine andere Lösung mehr hat.
Soweit also unsere Hitliste der Lösungen gegen das Wundscheuern durch Neoprenanzüge. Habt Ihr noch Lösungen?
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