Wettkampf! Der Tag auf den der Triathlet seit Wochen trainiert hat. Warum aber fühlt man sich jetzt so unbehaglich, wo man doch vor freudiger Erwartung platzen sollte?
Am Ufer des Sees - mein Nebenmann schaut mich zweifelnd an: "Jetzt ist der Augenblick, wo ich mich immer frage, warum ich das eigentlich mache...". Wenn ich für das Hören dieser Phrase nur jedes mal einen Cent bekommen würde.
Für mich ist die Antwort klar: Weil sich heute alles auszahlt. Das Training, teures Material, investierte Zeit aus dem Privatleben. Und dann die Aufregung - nichts ist doch schlimmer als ein Leben ohne Spitzen.
Dennoch: Die Aufregung vor dem Start kann leicht vom Positiven ins Negative umschlagen. Je länger die Wartezeit zwischen Einchecken in der Wechselzone und dem Schwimmstart, desto stärker das Grübeln: Reicht es? Was wenn...? Etc.
Weg mit den negativen Gedanken! Spüren Sie den Augenblick, kosten Sie diesen wertvollen Tag aus. Hier fünf Tipps gegen allzu starke Nervosität vor dem Wettkampf.
Atem und Körper spüren
Die Aufregung spürt man im Magen und sie legt sich auch gerne wie eine unsichtbare Hand auf den Brustkorb. Begegnen Sie dem Gefühl durch ruhiges, tiefes Ein- und Ausatmen. Zählen Sie beim Luftholen langsam bis fünf und ebenso beim Ausatmen. Schließen Sie dabei die Augen und horchen Sie in Ihren Körper. Spüren Sie den Boden unter den Füßen und die Luft auf der Haut. Entspannen Sie gezielt die Muskeln, die sich verkrampfen. Locker...
Vertrauen ins Training
Jede Trainings-Einheit der vergangenen Wochen war ein kleiner Betrag auf ein Sparkonto. Sie haben Stück für Stück eingezahlt. Und jetzt liegt da eine fette Summe. Vertrauen Sie darauf. Heute ist Auszahlung und Sie kaufen fett davon ein.
Verlassen Sie sich auf Ihr gutes Training. Es hat jetzt gar keinen Sinn mehr darüber nachzudenken, ob es hätte mehr sein können. Einen Einkaufstag macht man sich doch so nicht kaputt.
Vergessen Sie das Wetter ...
Typisch auch das sich Schlechtreden: "Ich fühle mich heute gar nicht so gut, letzte Woche hatte ich leichte Magenschmerzen - und das Wetter sieht ja auch nicht so gut aus."
Alles Quatsch: Lassen Sie sich jetzt nicht ablenken! Am Wetter kann man jetzt nichts ändern, es ist müßig darüber nachzudenken oder über Wehwehchen zu reden. Bleiben Sie bei sich und was Sie können.
Denken Sie an den letzten Erfolg
Wer jetzt an ein Scheitern oder ein schlechtes Rennen denkt, zieht sich selbst runter. Lassen Sie lieber in Gedanken noch einmal den schönsten Wettkampf der letzten Zeit Revue passieren. Das ist es doch, was Sie erneut erreichen wollen, nicht wahr? Das was Sie übertreffen wollen. Ein positives Erlebnis spornt an, ein negatives bremst.
Strategie gegen Störungen
Blauäugig braucht man nun auch nicht in den Wettkampf zu gehen. Es kann ja mal etwas schief gehen - Seitenstiche oder ein Krampf zum Beispiel.
Es ist gut etwaige Schwächen zu kennen und sich vorher Strategien dagegen zu überlegen. Lassen Sie sich kurz mögliche kleine Störungen durch den Kopf gehen und stellen Sie sich vor, wie Sie sich davon schnell wieder erholen. Mit der Strategie im Gepäck haben Sie keine Angst mehr vor diesen Störungen, Sie begegnen ihnen einfach mit den passenden Methoden, sobald sie auftreten.
Welche Kniffe wendet ihr noch gegen zu viel Nervosität am Wettkampf-Tag an? Schreib einen Kommentar mit Deinen Erfahrungen.
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