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10 Tipps für das Freiwasserschwimmen
Endlich: Das Wetter wird warm, die Seen heizen sich auf - Neo auspacken und rein ins Freigewässer. Mit den folgenden Tipps wird das Kraulen im See zum reinen Vergnügen - mit Trainingseffekt.
- Von Vera Honoschenko
- am May 17, 2008
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Tipp 1: Lernen Sie sich im Wasser wohl zu fühlen. Kämpfen Sie niemals gegen das Wasser. Es ist stärker und Sie werden verlieren: Energie und Geschwindigkeit. Bleiben Sie deshalb immer locker und entspannt und finden Sie Ihren Rhythmus.
Tipp 2: Lernen Sie zu beiden Seiten zu atmen. Dadurch können Sie sich besser, d.h. nach beiden Seiten orientieren. Sie können auf der sonnenabgewandten Seite atmen. Sie können auf einer Seite atmen, auf der das Wasser ruhiger ist. Ihr Schwimmstil wird symmetrischer und ruhiger. Dadurch gewinnen Sie wiederum an Geschwindigkeit.
Tipp 3: Machen Sie sich immer mit dem Gewässer (See, Fluß, Kanal, Meer, Ozean) vertraut. Wasser (Süßwasser, Salzwasser). Wassertemperatur (Neopren notwendig?). Wasserverhältnisse (Sicht, Wasserpflanzen, Verkehr, Strömungen, Wellen). Einstieg. Ausstieg. (flach, steil, Strand, Steg etc.). Bodenverhältnisse (Pfeiler im Wasser, Beton, Steine, Sand, Schlamm; rutschig, spitz, scharfkantig).
Tipp 4: Je kälter das Wasser ist, desto länger sollten Sie sich vorher an Land aufwärmen um zu verhindern, dass Sie zu schnell auskühlen. Gehen Sie langsam ins kalte Wasser und geben Sie Ihrem Körper Gelegenheit sich daran zu gewöhnen. Bei Temperaturen von unter 15°C sollten Sie – neben einem Neoprenanzug - in Erwägung ziehen zusätzlich Neoprenhandschuhe, -socken, -haube überzuziehen und/oder die Schwimmzeit entsprechend zu verkürzen. Zwei Badekappen übereinandergezogen, helfen den Kopf warm zu halten. Ziehen Sie diese bis knapp zur Schwimmbrille. Die Stirn ist sehr kälteempfindlich. Ein Auskühlen in diesem Bereich kann schnell zu Kopfschmerzen führen. Halten Sie auch Ihre Ohren möglichst trocken, denn das Gleichgewichtszentrum könnte bei einer Vorschädigung im Innenohr gestört werden. Bei Unterkühlung stellen sich je nach Schweregrad Symptome wie Kältegefühl, Zittern, Schmerzen, Schwindel, Desorientierung, Müdigkeit bis hin zum Kreislaufversagen ein.
Tipp 5: Um sich im Wasser zu Orientieren heben Sie kurz den Kopf nach vorn-oben. Dabei werden Ihre Hüften absinken. Ein Absinken der Hüften verschlechtert Ihre Wasserlage, erhöht den Wasserwiderstand und reduziert Ihre Geschwindigkeit. Orientieren Sie sich ca. alle fünf bis sechs Armzüge. Kürzere Abstände werden zu anstrengend für den Nacken und beeinträchtigen Ihre Geschwindigkeit (s.o.). Längere Abstände führen u.U. dazu, dass Sie sich verschwimmen und mehr schwimmen als nötig. Üben Sie gerade Strecken zu schwimmen.
Tipp 6: Eine weitere Möglichkeit, um sich zu orientieren ist ein Wasserballkraulzug.
Tipp 7: Suchen Sie sich zur Orientierung vom Wasser aus gut erkennbare Markierungen an Land (z.B. Kirchturm, große Bäume, Berge, Brücken etc. – immer abhängig vom jeweiligen Gewässer)
Tipp 8: Benutzen Sie im Freiwasser möglichst dunkel getönte Schwimmbrillen. Wenn Sie längere Strecken schwimmen, werden Sie merken wie unangenehm sich das Sonnenlicht durch die zusätzliche Reflektion des Wassers auf Ihre Sichtverhältnisse auswirkt. Klare oder nur minimal getönte Schwimmbrillen sind besser für das Training in der Halle geeignet. Bereits beim Schwimmen im Freibad hat eine dunkel getönte Schwimmbrille ihre Vorteile.
Tipp 9: Benutzen Sie Im Freiwasser immer leuchtend farbene Badekappen (gelb, rot, grün, weiß), damit Sie von anderen Schwimmern, Bootsführern oder von der Wasserwacht gut gesehen werden konnten.
Tipp 10: Schwimmen Sie niemals allein in offenem Gewässer. Sorgen Sie mindestens dafür, dass Sie jemand von Land aus beobachtet.